WORKSHOP FÜR ANTI-ABRISS-SPIEL

Der Workshop am 7. September 2026 in einem Berliner Atelier war ein erster wichtiger Baustein, um das Thema „Umbau statt Abriss“ mit einem Spiel „an den Küchentisch“ zu bringen. Dafür hatten wir zahlreiche Expertinnen und Experten eingeladen – aus den Bereichen Baukultur und Architektur, Stadtentwicklung sowie Game Design und Spieleentwicklung.

Der interaktive Weg zu ersten Spieleideen

Wir starteten mit zwei kurzen einführenden Impulsen: zur Initiative Haus Marlene Poelzig, die mit dem Anti-Abriss-Manifest einen Paradigmenwechsel fordert, um Abrisse zur Ausnahme zu machen, und aktuell daran arbeitet, Umbaupotenziale und -werte des Bestands besser zu nutzen. Ein zweiter Impuls setzte den Fokus auf spielerische Baukulturvermittlung: Spiele können schnell und niedrigschwellig Wissen vermitteln und eine Vielzahl urbaner Fragestellungen abbilden; sie sind gemeinschaftsfördernd, bieten hierarchiefreie und vorurteilsfreie Räume und ermöglichen Perspektivwechsel.

In kreativer Atmosphäre, Plenumsdiskussionen und Arbeitsgruppen kamen wir dann in einen intensiven Austausch zu zentralen Fragen wie: Wen können wir mit einem Spiel erreichen (und wen nicht)? Also z.B. Entscheidungsträger*innen, Eigentümer*innen, Investor*innen, Banken und/oder die breite Öffentlichkeit? Welche Inhalte soll das Spiel in den Mittelpunkt stellen – also z.B. notwendige Ressourcen, Schlüsselakteure, Konflikte und Entscheidungen? Worum soll es beim Spiel vor allem gehen – also Interaktion, Austausch, Wissensvermittlung und/oder Spielspaß? Und wollen wir ein Brett-, Karten- oder Gesellschaftsspiel entwickeln - also z.B. ein Quartett, Memory, Ökonomie-, Rollen- oder Ratespiel?

Konkrete Ergebnisse zum Weiterarbeiten

Im Verlauf des Workshops brachten die Teilnehmenden verschiedene Ideen zusammen. Am Ende wurden wir erstaunlich konkret – und haben einen ersten Entwurf für ein Spiel entwickelt, mit Regeln, Ereigniskarten und Kategorien für den Baubestand.

An diesen Ideen wollen wir in den nächsten Schritten weiterarbeiten, sie schärfen und einen Prototypen bauen, den wir Probe spielen und testen können. Am Ende soll ein intuitives, gut verständliches und ansprechend gestaltetes Spiel stehen, das Lust auf Mitmachen macht!