Bildnachweis: Marrie-Pierre

🌱 Was geschah

Zwei Tage lang luden wir Passanten ein, Teil eines „lebenden Instruments“ zu werden. Die Teilnehmer*innen hielten sich an den Händen, um einen geschlossenen Kreis zu bilden. Durch Berührung und Bewegung entstanden spontane Klänge und improvisierte Melodien. Mithilfe des Playtronica-Geräts wurde die körperliche Verbindung in ein kollektives Klangerlebnis umgewandelt.

Die Gruppen umfassten zwischen 2 und über 10 Personen. Einige blieben nur wenige Minuten, andere verweilten länger, und wieder andere wurden von Neugierde angezogen, als sie die erzeugten Klänge hörten. Kinder, Erwachsene und Senioren machten alle mit und erlebten einen freudigen Moment der Verbundenheit. Sie interagierten miteinander und gingen auf bemerkenswert kreative Weise mit den Klängen um.

Bildnachweis: Marrie-Pierre

💡 Was wir gelernt haben:

Berührung ist eine universelle Form der Kommunikation. In einem Umfeld, in dem sprachliche und kulturelle Vielfalt mitunter unsichtbare Barrieren schaffen kann, wurde das Händchenhalten zu einer emotionalen Brücke für gemeinsame Erlebnisse, ohne dass eine gemeinsame gesprochene Sprache erforderlich war. Es war bewegend zu sehen, wie schnell aus Fremden Mitstreiter wurden.

Formate mit niedriger Einstiegsschwelle funktionieren. Wir haben die Zugangshürden bewusst niedrig gehalten: keine Anmeldung, keine Vorkenntnisse, kein Leistungsdruck. So konnten auch Menschen teilnehmen, die sonst vielleicht nie eine Galerie oder einen Konzertsaal betreten würden, und die Freude am freien Komponieren und Genießen von Melodien erleben.

Auch einfaches gemeinsames Musizieren kann Freude bereiten. Die dabei entstehenden Melodien sind nie geplant. Sie waren chaotisch, manchmal lustig und manchmal überraschend schön. Aber sie waren immer unsere eigenen. Das schönste Ergebnis war die Freude in den Gesichtern der Teilnehmenden.

Bildnachweis: Ha Phan

Die Kinder freuten sich besonders darauf, miteinander zu interagieren. Sie waren unglaublich kreativ und berührten dabei nicht nur die Gesichter der anderen, sondern auch Blumen und sogar Wasser.

Bildnachweis: Marrie-Pierre
Bildnachweis: Marrie-Pierre

Einige Teilnehmende genossen es, sich Zeit zu nehmen, um ihre eigenen Klänge und Melodien zu entdecken und zu komponieren.

Bildnachweis: Marrie-Pierre

🙏 Danksagungen

Wir sind Architects For Future e.V. zutiefst dankbar für die Ausrichtung und Organisation der Aktionswoche, dem Roter Baum e.V. für die Unterstützung mit technischer Ausrüstung sowie den Künstler Adam Page und die Künstlerin Eva Hertzsch für ihre Freundlichkeit und dafür, dass sie uns mit ihrem Projekt „Klassenzimmer der Zukunft“ in Verbindung gebracht haben, das sich ebenfalls am Alice-Salomon-Platz befindet. Ohne ihre Großzügigkeit wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen.

Wir danken außerdem allen, die stehen geblieben sind, zugehört haben, eine Hand gereicht haben und eine Geschichte entstehen ließen.

🎶 Wie geht es weiter?

Das Format lässt sich sehr gut wiederholen. Die von den Teilnehmer*innen erzeugten Melodien könnten gesammelt und archiviert werden und so eine lebendige Playlist mit den Klängen der Berliner*innen bilden. Die Auswahl der im Rahmen dieser Aktion gesammelten Klänge wird in Kürze bearbeitet und veröffentlicht.